Realistische Ziele: Aufgaben für unsere Gemeinde Hallerndorf

An dieser Stelle möchte ich Ihnen Themen, Aufgaben und auch Ziele aufzeigen, die in unserer Gemeinde zukünftig mit Zusammenhalt gemeistert werden wollen.

Senioren und der Demografische Wandel in unserer Gemeinde

Auch in Hallerndorf gibt es immer mehr ältere Bürgerinnen und Bürger.
Ich sehe es als unsere Pflicht, dass wir uns auch hier vor Ort den
Herausforderungen des demografischen Wandels stellen und Hallerndorf
seniorenfreundlicher gestalten.

Von Barrierefreiheit bis hin zu verschiedenen Wohnformen im Alter gibt es viele
verschiedene Ansatzpunkte, um Verbesserungen zu erreichen.
„Alt werden daheim“ ist ein weiterer Aspekt, der in diesem Zusammenhang genauer unter die Lupe genommen werden muss.

Als ersten Schritt sehe ich aber die Notwendigkeit im Dialog mit den Bürgerinnen
und Bürgern die Ansprüche an solch ein Vorhaben abzustimmen um eine solide
Grundlage für weitere Schritte zu haben.

Auch die Prüfung, ob sich die Möglichkeit
bietet, die künftig frei werdenden kommunalen Liegenschaften, wie z.B. die alten
Schulen in Trailsdorf/Willersdorf  -unterstützt durch Fördermittel- einer solchen Nutzung zuzuführen, halte ich für sinnvoll.

Eine Möglichkeit: Erstellen eines kommunalen Seniorenkonzeptes für die Gemeinde Hallerndorf.

Ein aufgesetztes Investoren-/Trägerkonzept halte ich hingegen als nicht
förderlich, da die Mitsprache vor Ort und die Akzeptanz für ein solches Projekt
vorhanden sein sollten. Reiner Aktionismus, der vielen Ansprüchen nicht oder nur
unzureichend genügt ist nicht zielführend.

Unsere Kinder und Jugend, Familie und Bildung

Als Ehemann und Vater von drei Kindern setze ich mich für ein kinder- und familienfreundliches Hallerndorf, bedarfsgerechte Kinderbetreuungseinrichtungen und eine attraktive Grund- und Mittelschule ein. Nicht nur unsere Kinder, sondern auch die Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer usw. benötigen ein Umfeld in dem sie sich wohlfühlen.

Als ergänzende Bereicherung für die Kinderbetreuung ist die Einrichtung eines Waldkindergartens eine Option, die ernsthaft verfolgt werden sollte. Auch hier ist der Dialog mit den Familien notwendig, Bedarfe sind abzustimmen und zu optimieren. Die Akzeptanz muss gestärkt werden und das „Gehörtwerden“ Einzug erhalten.

Vereine, Ehrenamt, Kultur, Tradition

Aufgrund meiner Funktionen in verschiedenen Vereinen weiß ich um die Sorgen
und Probleme, die dort gemeistert werden müssen.

Auch die nachlassende Bereitschaft ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen sowie Nachwuchssorgen stellen viele Vereine vor eine große Herausforderung.
Die Gemeinde Hallerndorf ist dennoch in der glücklichen Lage, dass sich bereits
viele Mitbürger aktiv und ehrenamtlich engagieren und so zu einem vielfältigen
Kultur-, Gesundheits-, Freizeitangebot und einem gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde beitragen.

Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass wir einmal alle ganz bewusst wahrnehmen,
welchen enormen zeitlichen, uneigennützigen und emotionalen Einsatz unsere
Vereinsvertreter und ihrer Mitglieder zum Wohle unserer Gesellschaft leisten.
Hier sind eine ehrliche Wertschätzung und ein offenes Ohr wichtig!
Individuelle Ansprüche sind dabei oft schwer untereinander abzuwägen, daher
muss der Dialog mit den entsprechenden Akteuren stattfinden um eine
bestmögliche kommunale Unterstützung bedarfsgerecht leisten zu können.
Unser Ziel muss es sein, diese wertvollen Strukturen zu unterstützen und zu
erhalten!

Wirtschaft, Arbeitsplätze

Unsere Gewerbetreibenden sind nicht nur Arbeitgeber, sondern eine wichtige Säule unserer kommunalen Finanzkraft.
Eine bedarfsgerechte Entwicklung von nachhaltigen Gewerbeflächen im Gemeindegebiet will wohl überlegt sein.
Die Fragestellung muss hier lauten, welche Betriebe wollen wir ansiedeln und dementsprechend sind die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Eine, bei Bedarf, angemessene Unterstützung der Gewerbetreibenden und ein partnerschaftliche Beziehung zu den Betrieben im Gemeindegebiet ist ein Anspruch den eine Kommune erfüllen sollte.

Ich plädiere für eine durchdachte und nachvollziehbare Weiterentwicklung unserer bestehenden Gewerbestandorte um stabile Steuereinnahmen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu generieren.

Natur, Umwelt und Klima, Energie

Diese Begriffe sind sehr eng miteinander verbunden. Unsere Heimat, der untere Aischgrund, ist durchzogen von einem Vogelschutzgebiet und vielen Biotopflächen und bietet tolle Naherholungsmöglichkeiten für uns Gemeindebürger und Erholungssuchende. Diese herrliche Natur- und Kulturlandschaft gilt es zu schützen. Das liegt mir sehr am Herzen.

Umwelt- und Klimaschutz sind nicht nur global relevante Themen, sondern auch wir Hallerndorfer können unseren Beitrag leisten. Bestrebungen, die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden weiter zu reduzieren will ich unterstützen.

Wo immer es uns möglich ist, sollten wir unnützen Energieverbrauch vermeiden, die Energieeffizienz erhöhen und verstärkt erneuerbare Energie zum Einsatz zu bringen.

Es gibt in unseren Ortschaften bereits viele engagierte Akteure, die sich für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Unser Ziel muss es sein, in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Interessensgruppen ein Energiekonzept für das Gemeindegebiet zu erstellen, welches zielführende und realisierbare Verbesserungsmöglichkeiten in Sachen Umwelt- und Klimaschutz aufzeigt. Gemeinsam werden wir diese Vorschläge zur Nachhaltigkeit dann auch umsetzen.

Finanzen

Betrachtet man aktuell die Finanzsituation der Gemeinde Hallerndorf nur als Momentaufnahme, dann sieht es doch ganz gut aus. Die Steuereinnahmen aus Einkommens- und Gewerbesteuer bewegen sich auf einem Rekordhoch. Die Pro-Kopf-Verschuldung mit derzeit 135 €/EW ist auf einem Rekordtief. Also alles in bester Ordnung? Oder eher nicht?!

Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass sich diese Situation sicher ändern wird. Durch die bereits begonnenen Projekte wie z.B. die Generalsanierung unserer Grund- und Mittelschule und den Neubau des Kindergartens in Trailsdorf wird sich die Pro-Kopf-Verschuldung zeitnah um ein vielfaches steigen, so die Prognosen aus der Verwaltung. Wir liegen dann weit über dem Landesdurchschnitt, und das über viele Jahre hinweg.

Was bedeutet das für unsere Zukunft und den Umgang mit weiteren anstehenden Herausforderungen z.B. infrastrukureller Art (Kanal-, Straßensanierung, Neubau Feuerwehrgerätehaus u.v.m.)? Ein Aufschub dieser dringend anstehenden Maßnahmen lässt sich aller Voraussicht nach nicht vermeiden.

Vor diesem Hintergrund ist es aus meiner Sicht zwingend erforderlich eine Aufstellung der laufenden Projekte, eine Prioritätenliste und einen klaren und nachvollziehbaren Finanzplan für die nächsten Jahre zu erstellen. Ein unstrukturiertes Vergeben von Aufträgen ist hier nicht zielführend. Die Finanzen müssen konsequent und vorausschauend im Fokus stehen, um die anstehende Schuldensituation in einem noch zu handhabenden und überschaubaren Rahmen zu halten.

Das gilt es als Bürgermeister im Blick zu haben! Ich stehe für eine transparente, vorausschauende, geplante Finanzpolitik in der Gemeinde und das in enger Zusammenarbeit und Absprache mit der Kämmerei.

Mobilität, Verkehr und Parken

Besonders in den Sommermonaten sind das Parkraumproblem und das
Verkehrsaufkommen teils enorm und stellen eine Belastung für unsere Einwohner
dar. Die Tatsache, dass unsere Ortschaften von Kreisstraßen durchzogen sind, macht das Ganze nicht einfacher und erschwert teils eine sicher Fuß- und Radwegeführung.

Es ist eine Herausforderung, die sicherlich nicht einfach und auch nicht zeitnah zu bewältigen ist. Es können jedoch einige Maßnahmen ergriffen werden, die zumindest Signalwirkung an unserer Bürgerinnen und Bürger haben, dass sich dieser Problematik angenommen wird.

Ich setze mich ein:

  • für die Erstellung eines Verkehrs-/Parkraumkonzeptes um Lösungsmöglichkeiten darstellen zu können.
  • infrastrukturelle Verbesserungen im Fuß- und Radwegeausbau um den sanften Tourismus mehr Raum zu geben.
  • Prüfung verkehrsüberwachender Maßnahmen an neuralgischen Punkten.
  • für eine Verbesserung der Fußwegverbindungen innerorts, z.B. Prüfung der Möglichkeit ob innerorts Querungshilfen über Kreisstraßen möglich sind.
  • Straßensanierungsmaßnahmen, Lärmschutz- und Verkehrswegeverbesserungen.

Wohnen und Bauen

Moderates und bedarfsgerechtes Wachstum im Bereich Wohnen und Bauen ist nötig, jedoch ohne die Infrastruktur aus den Augen zu verlieren. Diese muss mitwachsen. Das erfordert Weitblick, Strategie und Planung. Vor allem unseren einheimischen Bauwilligen sollte die Möglichkeit geschaffen werden in ihrer Heimat zu bleiben.

Im Sinne des Flächensparens ist auch zu überdenken, ob ausschließlich die
Neuerschließung und der Bau von Einfamilienhäusern im bisherigen Stil beibehalten werden kann und gewollt ist. Innenentwicklung, alternative Wohnformen wie Mehrgenerationenwohnen, Mehrfamilienwohnhäuser und die Reaktivierung von Leerständen muss konsequenter verfolgt werden.

Durch die Festlegung von Sanierungsgebieten ergiebt sich auch die Möglichkeit, für  private Maßnahmen an Gebäuden, einen steuerlichen Vorteil zu erreichen.
Eine zusätzliche finanzielle Unterstützung durch ein noch zu erstellendes kommunales Förderprogramm ist denkbar.

Infrastruktur

Beispielhaft, das Kanalnetz. Seit einigen Jahren liegt der Gemeinde ein Kanalkataster vor, welches auch eine Zustandsklassifizierung und Sanierungsprioritäten abbildet. Durch die konsequente Sanierung bereits geschädigter Kanalleitungsabschnitte wäre eine Verlängerung der Lebensdauer des Gesamtnetzes erreichbar. 

Trotz des Wissens darum, wurde in den letzten Jahren nur Kanalneubauten in Baugebieten und Notmaßnahmen durchgeführt. Diesbezügliche Hinweise und Antragsstellungen, dieses Thema endlich anzugehen wurden bisher leider nicht berücksichtigt.
Finanzielle Einsparungen für die Gemeinde durch eine vorausschauende und planbare Sanierung sind in diesem Bereich möglich.